Warum die Aufregung – oder: weil's in der Zeitung stand.....
Auch die Überschrift: Wünsch Dir was, wir haben was zu verschenken, ist irreführend.
Zunächst einmal etwas nebenbei zum Presseartikel Thema Mehrgenerationenhaus. Fokussiert wurde, Dieter Lemmermann, der mit dem Artikel gar nichts zu tun hatte. Aber das nur nebenbei: die dort formulierten Wünsche waren von Steller Bürgern gekommen.
Anlässlich der Ausstellung „Schaffendes Stelle“ hatte die BIGS einen Fragebogen zum Thema MGH ausgearbeitet, um einmal einen Überblick zu bekommen ob, und wenn gewollt, in welchem Umfang ein MGH in Stelle wünschenswert wäre. Auch wenn Herr Lipinski ein wenig die Pressefreiheit ausgelebt hat, ist es doch interessant, wie damit umgegangen wird.
Das Thema MGH ist ja in Stelle nicht neu und schon gar nicht auf irgendwelche Grundstücke zu reduzieren. Der letzte Versuch ist vielleicht vergessen, aber u.a. bekannte Steller Bürger wollten, dass die Gemeinde das Gebäude in der Niedersachsenstr. (zuletzt: Hol ab) erwirbt und zu einem Dorfgemeinschaftshaus umbaut. Die Diskussion müsste vielen noch in den Ohren klingeln.
Nun wollen wir uns nicht auf Namensgebungen einlassen. Ob Dorfgemeinschaftshaus, Mehrgenerationenhaus oder was es da sonst noch geben mag, was wäre so falsch daran, bestehende Strukturen zusammenzuführen? Gerade weil viele Gruppen bereits existieren, stellt sich ja nicht die Frage, ob sie notwendig sind, sondern man sollte Visionen entwickeln wie man dieses kostbare Potential zusammenbringen und dadurch neue Möglichkeiten schaffen könnte, die es wiederum möglich machen, die durch den gesellschaftlichen Wandel immer neuen Probleme in den Griff zu bekommen.
Ein Dach für „alle“ bedeutet auch ein Wahrnehmen „aller“. Es kann wieder zur Wahrnehmung der Wünsche und Nöte aller Generationen beitragen. Was zur Folge hätte, dass einige Probleme gar nicht mehr entstehen. Sicher, das braucht Zeit und viel Engagement und den Willen etwas zu verändern. Aber die Chance, die es am Ende geben könnte, würde den Aufwand lohnen.
Ein MGH würde auch das Ehrenamt nicht überflüssig machen. Im Gegenteil. Die nötigen Hauptamtlichen wären auch vorhanden, was sich ändern würde wäre nur die Organisation. Alles in allem also keine Rieseninvestition – ein Gebäude müsste zwar gebaut, andere könnten aber dagegen verkauft werden – aber ein Ergebnis, das sich sehen lassen könnte, mit Möglichkeiten, die wir heute schon planen sollten. Packen wir's an.
Marina Lemmermann